Mietshäuser Syndikat – das Grundkonzept

Das Mietshäuser Syndikat ist ein Zusammenschluss selbstorganisierter Mietshäuser mit deutschlandweit mehr als 90 Hausprojekten verschiedenster Größe. Ziel ist es dauerhaft Wohnraum zu schaffen, der nicht von Mietsteigerungen, Abriss, Umnutzung oder Hausverkauf bedroht ist. Neue Projektinitiativen werden durch einen Solidarbeitrag der bereits bestehenden Projekte unterstützt, auch stellen die älteren Projekte den neuen Initiativen ihr Know-how und häufig auch Kredite zur Verfügung.

Jedes Hausprojekt ist als eigenständige GmbH rechtlich und wirtschaftlich selbständig. Das Mietshäuser Syndikat hat als Mitgesellschafter jeder Hausbesitzer-GmbH ein Stimmrecht in Fragen „Immobilienverwertung“, also bei Verkauf, Eigentumsteilbildung und Satzungsänderung der GmbH. So sind die Wohnungen im Mietshäuser Syndikat dauerhaft dem Markt entzogen.

Finanziert wird mit Mitteln aus dem Landeswohnraumförderungsprogramm, KfW-Mitteln, einem Kredit einer Geschäftsbank und Direktkrediten.

Direktkredite sind Beträge ab 500 Euro von Menschen, die ihr Geld lieber in einem sozialen Wohnprojekt als bei einer Bank anlegen wollen. Die Direktkredite werden benötigt, um (Ersatz-) Eigenkapital zu bilden; dies ist Voraussetzung, um die Gelder der Banken zu erhalten und somit unerlässlich für das Gelingen eines Projektes wie das unsere.

Die Kredite dienen ausschließlich der Schaffung und dem Erhalt von bezahlbarem Wohnraum. Die Mieteinnahmen fließen, neben der Deckung der Hausbetriebskosten, in Zins und Tilgung der Kredite.