Unser Ziel

Unsere Ziel ist ein solidarisches Wohnprojekt für eine alternative Lebensform im Alter, bei dem auch die Fürsorge gemeinschaftlich und fair organisiert wird. Wir wollen eine Hausgemeinschaft, in der gegenseitige Unterstützung und  Engagement ein angstfreies, zuversichtliches Leben im Alter ermöglichen. 

  • Wir wollen ein zukunftsweisendes Projekt für den sozialen Wohnungsbau in Freiburg realisieren
  • Das Kernstück unseres Vorhabens ist ein altersgerechtes >> Fürsorgekonzept
  • Wir sorgen selbst für die Finanzierung des Projektes
  • Wir wollen kein Eigentum schaffen, sondern günstigen Wohnraum unter dem Dach des >> Mietshäuser Syndikats: sozial, bezahlbar, unverkäuflich
  • Wir garantieren dauerhaft bezahlbare Mieten, bei der die Preisbindung auch nach 10 bis 15 Jahren Bestand hat und keine Rendite erwirtschaftet werden muss.
  • Damit leisten wir einen Beitrag dazu, unabhängig von eventueller Sozialhilfe auch im Alter ein eigenständiges Leben führen zu können.

Die Gruppe als Unterstützersystem

Gemeinsam sind wir immer noch stärker
 

Eine gemeinsame Lebens- und Wohnmöglichkeit zu schaffen heißt, eine Kultur gegenseitiger Anteilnahme zu leben. Dies bedeutet, füreinander zu sorgen – genau in dem Maße und in der Art und Weise, wie es jede*r für sich selbst will. Das Ziel ist ein selbstbestimmtes und geborgenes Leben, eigenverantwortlich und solidarisch. Auch, wenn sich die Fähigkeiten und Bedürfnisse verändern sollten. Unsere vielseitigen Kompetenzen wollen wir erhalten, herausfordern und stärken, um handlungsfähig zu bleiben. Ein aktives Alter hat nichts mit der neuen gesellschaftlich propagierten Rolle des junggebliebenen „silver surfer“ zu tun. Aktives Alter ist für uns ein Prozess des ehrlichen, sensiblen Abwägens von Wollen und Können, von selbstverantwortlich bleiben und Hilfe annehmen, von dabei sein wollen und dem Genießen von Entschleunigung. Wir helfen uns bei Haushalt, Einkauf, Behördengängen – kurz bei den Dingen des täglichen Lebens vom Papierkram über die Essenszubereitung bis zur gemeinsamen Fahrzeugnutzung.

Angestrebt wird, so lange wie möglich zusammen wohnen zu können. Auch bei alters- oder krankheitsbedingten Gebrechen und bei Demenzerkrankungen wollen wir ein Teil unserer Gemeinschaft bleiben. Die Bereitschaft zum gegenseitigen Helfen beinhaltet auch das Organisieren verschiedenster professioneller Pflegekräfte und Dienstleistungen (siehe auch unser Konzept). Die Auseinandersetzung mit dem Sterben, der Trauer und dem Abschiednehmen ist dabei selbstverständlich mit eingeschlossen.

Mit- und voneinander lernen

Der Weg ist genauso wichtig wie das Ziel
 

Wir als Gruppe wollen lernen, miteinander handlungsfähig zu sein, um dieses großartige Projekt zu realisieren. Irgendwann einmal bringen wir nicht nur unsere Möbel ins Haus, sondern vor allem uns selbst. Deshalb wollen wir von Anfang an darauf achten, die eigenen Befindlichkeiten und die der Anderen ernst zu nehmen. Unsere Arbeitsweise soll basisdemokratisch organisiert sein. Das heißt, alle haben das gleiche Mitsprache- und Stimmrecht. Im Haus werden gemeinschaftliche Räume eine große Rolle spielen. Sie bestärken das Zusammenleben sowohl nach innen als auch nach außen und sollen für Feste, Veranstaltungen, Vorträge, Musik, Treffen und gemeinsame Mahlzeiten einen Rahmen bieten. Wichtig wird die Entwicklung von Strukturen sein, die die Aufgabenverteilung im Haus regeln und ohne Starrheit oder Bürokratismus Verantwortung einfordern, aber auch auf individuelle Bedürfnisse, Fähigkeiten und Einschränkungen Rücksicht nehmen.